Diagnostische Methoden

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Zu den diagnostischen Methoden in der Nephrologie gehören genaue Untersuchungen des Urins auf Art und Menge der darin enthaltenen Eiweiße und der im Urin enthaltenen Zellen („Sediment“). Hieraus lassen sich Rückschlüsse auf mögliche Nierenerkrankungen ziehen. Auch Blutuntersuchungen spielen eine Rolle, unter anderem die Bestimmung immunologischer Werte (Autoantikörper wie ANA, p-/c-ANCA oder anti-GBM-Antikörper, Komplementfaktoren u. a.). Sonografische Verfahren (Ultraschall) einschließlich Farbdoppleruntersuchung der Nierenarterien sind wichtiger Bestandteil der Diagnostik.

Nierenersatztherapie

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Fortschreitendes chronisches Nierenversagen erfordert in der Regel eine Form der Nierenersatztherapie, wenn nur noch 10% oder weniger der Organfunktion erhalten sind.
Zur Nierenersatztherapie zählt man

  • Blutwäsche (Hämodialyse)
  • Bauchfelldialyse (Peritonealdialyse)
  • Nierentransplantation

Jedes dieser Verfahren hat Vor- und Nachteile. Die Auswahl des geeigneten Verfahrens muss im Einzelfall in Abhängigkeit von den medizinischen Gegebenheiten mit dem Patienten abgestimmt werden.

Bluthochdruck

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Die Nieren spielen eine zentrale Rolle bei der Blutdruckregulation. Verschiedene Hormone wie Renin und Aldosteron sind beteiligt. Erkrankungen des Nierengewebes, die oft mit Eiweißverlust einhergehen, zählen zu den möglichen Ursachen einer arteriellen Hypertonie (Bluthochdruck). Darüberhinaus können Verengungen der Nierenarterien (Nierenarterienstenosen) Bluthochdruck auslösen. Somit ist auch die Diagnostik und Therapie des hohen Blutdrucks eine wesentliches Gebiet der Nephrologie.

Diabetische Nephropathie

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Bis zu 30% aller Diabetiker werden von einer diabetischen Nephropathie betroffen, die meist nach 8 -15 Jahren Diabetesdauer beginnt und sich zu allererst durch Eiweiß im Urin bemerkbar macht („Mikroalbuminurie“). Mit einer guten Einstellung des Diabetes und gut kontrollierten Blutdruckwerten um 130/75 oder weniger läßt sich ein Voranschreiten der Nephropathie aufhalten. Leider werden diese Ziele oft genug nicht oder erst zu spät erreicht. Die diabetische Nephropathie kann dann bis zum dialysepflichtigen Nierenversagen fortschreiten. Die diabetische Nephropathie ist heute eine der häufigsten Ursachen für den Beginn einer Dialysetherapie (ca. 40% der Dialysepatienten).

Entzündliche Nierenerkrankungen

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Die entzündlichen Nierenerkrankungen („-itis“) können ohne erkennbare Erkrankung anderer Organe auftreten. Sie können aber auch die Folge einer Erkrankung sein, die sich zunächst an Haut, Gelenken und anderen Organen manifestiert. Beispiele hierfür sind z. B. Lupus erythematodes oder die Wegenersche Erkrankung, die auf einer Entzündung der Gefäße beruht (Vaskulitis). Eine Nierenbeteiligung bei diesen Erkrankungen ist ein ernstzunehmendes Problem, da sich ein endgradiges Nierenversagen entwickeln kann.